Erste off – Road Erfahrungen

ERSTER nennenswerter Rückschlag!
Aber von Anfang an. Heute Morgen fuhr ich wie geplant, auch wenn etwas später, wieder Richtung Zadar hoch. Da ich einem Italienischen Motorradfahrer freundlicher Weise den Reifen flickte kam ich natürlich zu spät! Die Truppe war weg. Aber wie sich raus stellen sollte auch wohl besser so. Zwei Jungs aus der Truppe waren im Hotel geblieben und brachten mich nach einen längeren Schwatz in die Richtung einer Strecke die ich mir doch mal anschauen sollte. Auf dem Weg da hin fuhr uns dann der Rest der Gruppe vor die Nase! Super… Äh, naja.

Hätte ich die nicht getroffen dann bla bla bla…
Dann hätte ich nicht die Erfahrung gemacht mich mit der Kati zu hüten wenn der Boden „SandMatschNass“ wird. Zwei mal hinter einander auf die Fresse gelegt. Einmal wirklich unnötig, denn ich war zu feige ausreichend Gas zu geben wie ich es im nach hinein sagen kann. Das andere mal war wirklich „Unfair“. Die Jungs mit ihren leichten Crossern zügig über eine Doppelkombination aus Hügeln mit einer Höhe von sicherlich 1,2m.
Ja gut, sagen wir es mal so. Ich kam nicht mal ohne schieben in die Senke. In der packte es mich dann auch wieder aufs Maul. Ich glaube das könnte sogar einer der Jungs drauf haben, muss mich mal schlau machen.
Nun gut, wir beschlossen, dass es ein wirklich mutiger Versuch gewesen sei, mit Crossern zusammen fahren zu wollen, aber auch total dämlich an dieser Stelle sich nicht wieder zu trennen. Gesagt getan, ich fuhr alleine weiter. Die Bekanntschaft der Jungs zu machen hat sich aber dennoch gelohnt.
Nach ein par Metern dann erst mal Pause, ich musste mal was trinken und verarbeiten was da wohl so mit der Kati (klingt viel zu niedlich für mit Gepäck sicherlich 300 KG) da noch so auf mich zu kommt.
Da entstanden dann diese Bilder:

 

 

Nun gut, also weiter Richtung Zadar, aber auf Schotter.
Jetzt dachte ich auch endlich mal daran alle Helfer richtig einzustellen, erst jetzt ich Idiot! Die hatten mir nämlich massiv die Leistung weg genommen, so dass ich im Matsch gar keine Chance hatte! Also ABS am Hinterrad ausgeschaltet und die Stabilitätskontrolle fürs Gelände eingestellt (für nicht Kenner; wenn das so eingestellt ist kann das Hinterrad deutlich durchdrehen).
Ich habe hier und da mal kurze Videos gemacht, musste mich aber eher auf das Fahren konzentrieren!
Aber wenigstens ein Bild von der Umgebung, da war Kati nur Dreckig und hatte Kratzer…:
Die Strecke war gut, aber leider unterschätze ich durch den gewonnen Eindruck zwei Streckenabschnitte massiv! Denn durch sehr feinen Kies in einer Spurrille rutschte ich einfach weg. Also aufs Maul gelegt.
Toll, hat mich auch nur bald ne Stunde gekostet die Maschine wieder aufzurichten, ihr seht auf diesem Bild ja wie toll die sich hingelegt hat…
Nass geschwitzt von der Maloche feuerte ich direkt wieder richtig an.
Sofort lernte ich das die Maschine sich unter Last und der richtigen Geschwindigkeit gut auf losem Untergrund kontrollieren lässt. Aber dann habe ich mich so derbe erschrocken, dass ich mir fast in die Hose gemacht hätte.
Ich fuhr direkt am Meer um dieses Foto machen zu können:
Die Strecke bestand an einer Stelle aus 20% brüchigem „Asphalt“.
An diesen Stellen nutze ich das kluger weise. Das mit dem „kluger Weise“ streichen wir aber besser direkt wieder. Denn es löste sich die gesamt Platte und rutschte mit meinem Vorderrad einfach mal einen halben Meter weg (weil das Teilstück an einer Schräge lag).
Ich habe mich derbe hingelegt und „glücklicher Weise“ zerschellte mein Motorschutz an einem riesen Stein und verhinderte ein Bad im Meer!
Aber leider fehlt nun rechts der Spiegel, der Koffer hat massiv gelitten, vor allem die Aufnahme für den Träger.
Das aber wirklich beschissene war bzw. ist im Moment mein Motorschutz.
Zer dellt und so ist ja egal, aber ich habe mir vorne die Halterung so verbogen, dass auch mein Krümmer in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Aber immerhin ist der nicht gerissen, denn dann hätte ich jetzt richtig Party.
Nun gut, Maschine aufgerichtet (diesmal nur 30 min, habe mir aber auch vor Frust die Fotos gespart) und weiter nach Murter.
Hier angekommen Motorschutz ab und die Halter alle mal grob gerichtet, aber Morgen muss da noch richtig was passieren. Ich glaube nicht, dass ich vor Morgen Nachmittag aufbrechen kann, wenn überhaupt Morgen! Da ich den ganzen Tag nichts außer einen Kaffee und Wasser hatte wollt ich aber nach zwei Stunden schrauben nicht mehr.
Ausnahmsweise mal ein Stück Pizza geholt und ans Wasser.
Gegessen, geduscht und jetzt liege ich unterm Moskitoschutz im Bett und stelle fest, dass es nicht einmal 21 Uhr ist. Aber ich bin so platt, dass es nur noch zum schreiben gereicht hat und ich also mal sehr früh schlafen werde. Gut, denn Morgen wird sicher ein anstrengender Tag.

Dazu dann bald wieder mehr…

Für Dominik noch ein neues Selfie mit „hubert“. Wie versprochen mache ich jeden Tag eins…

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One comment

  • Milli 19. September 2014   Reply →

    Ein regelrechtes Stehaufmännchen also…weiter guten Mut und erfolgreiches Reparieren und Richten…ist die Glocke noch dran?

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