Der Weg von Bosnien und Herzegowina nach Montenegro

Gestern habe ich es also geschafft, den Weg nach Montenegro anzutreten.
Sarajevo zeigte sich mir zum Abschied von seiner besten Seite: Regen, Kälte und starker Wind.
Also doch wieder die Regenkombi drüber gezogen und einfach der Nase nach.
Ich fahre einen Bergpass entlang, der zwischenzeitlich nicht mehr als 20 Meter Sicht zulässt.
Gemischt mit dem Regen und Wind sind es müde 7 °C!


Egal, denn nach dem ich wieder auf dem Weg auf weniger Höhenmeter bin steigt die Temperatur auf knackige 11.5 °C! Eine Weile geht es noch durch Regen, aber auch der hört gegen Mittag auf.
Parallel der Grenze fahre ich gen Süden. Das Wetter wird immer besser, die Regenkombi kann wieder im Gepäck verstaut werden. Nun bekomme ich von diesem Land noch etwas Industrie zu sehen, das erste größere was ich sehe.

Dann geht es noch viele kurvige Streckabschnitte durch die Berge, auch ein Nationalpark ist dabei.

Es werden noch hier und da schöne Bilder gemacht, aber ich will zügig weiter.
Bei der fahrt muss ich einmal den Fotoapparat raus kramen, denn das muss ich euch zeigen.
Tiere werden hier einfach so transportiert; hinten Drauf!

Ich habe mir viel Strecke vorgenommen für Heute! Also geht es mit mäßigem Tempo weiter zur Grenze. An dieser angekommen habe ich Traumwetter mit 21 °C.
Der Grenzübertritt ist schnell getan, so habe ich ja wieder eine „grüne Karte“!
Kaum in Montenegro, werde ich mit einer atemberaubenden kurvigen Strecke belohnt.
Diese habe ich auch gefilmt, nach Bearbeitung werde ich diese Aufnahmen noch unter „Videos“ ergänzen! Aber Achtung für alle Motorradfahrer; Neidgefahr!
Weil ich viele schöne Bilder von diesem Ort gesehen habe, fahre ich erst mal wieder etwas hoch.
Das Ziel ist der Slansko Lake. Der Ausblick ist wunderbar, die Angler grüßen alle Nett und sind neugierig.

Doch nach einem kurzen Aufenthalt stelle ich fest, hier ist es mir einfach noch zu kühl!
Also Heute doch noch runter zum Meer. Gesagt getan, ich fahre wieder runter zum Meer, wo die Temperaturen mit 22 °C doch auch wieder zum übernachten einladen!
Die Boka Kotorska erreicht, eine wunderschöne Bucht in Montenegro, ist die Freude groß!
Was hier alles los ist, auch zwei große Reisedampfer sind da.

 

Doch hier wird das mit dem Camping schwierig, weil es hier keine schönen Standorte für ein Zelt gibt.
Noch mal weiter fahren ist angesagt. Wieder durch die Berge erreiche ich nach weiteren 2 1/2 Stunden fahrt Budva. Ein Polizist gibt mir Auskunft über einen Camping Platz. Diesen erreicht darf ich feststellen, dass dies mittlerweile eine Friedhof für Campingwagen geworden ist. Mist, die Sonne geht bereits unter, eine Unterkunft muss her. Da ich sowieso weiter in die Richtung Albanien möchte,
fahre ich die Küstenstraße immer weiter runter, bis ich das erhoffte Schild sehe.
„Camping all season“.
Zum Glück, denn es ist jetzt dunkel und nach der Etappe die ich hinter mir habe kann ich auch einfach nicht mehr. Schnell auf den Platz und das Zelt aufgebaut.

Der Kocher wird angeworfen und es gibt doch noch eine warme Mahlzeit.
Erschöpft geht es früh ins Zelt.
Am nächsten Morgen, durch nervendes Hunde Bellen geweckt, wird schon mal das gröbste zusammen gepackt. Reiner Sowa spricht mich auf mein Nummernschild an. Münster, genau!
Schnell kommen wir ins Gespräch, er ist mit einem 2CV Aufbau unterwegs.
Sein grobes Ziel ist Indien, auf seiner Reise berichtet er für den Kölner Stadt – Anzeiger und die Kulturnachrichten. Er berichtet auch auf seiner Homepage von der Reise: www.sowa.de
Eingeladen auf einen Kaffee unterhalten wir uns eine Zeit über unsere Routen, Ziele und Vorbereitungen. Mich fasziniert Reiners Gefährt:

Nun werde ich noch mein Zelt abbauen, das Motorrad beladen und mich dann wieder auf den Weg machen. Aber Heute werde ich wohl nur drei bis vier stunden fahren. Das ist natürlich wieder davon abhängig, wann ich was schönes für mein Zelt erreiche! Es besteht die Hoffnung am Skadarsko Jezero einen schönen Platz für mein Zelt zu finden…

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One comment

  • Reiner Sowa 27. September 2014   Reply →

    Gute Fahrt, Felix. War cool, dich kennengelernt zu haben.
    Reiner

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