Wie ich in meinem gestrigen Post ja bereits angekündigt hatte, hier nun ein Sonderpost nur für Göreme!
Es ist halb vier Morgens, erst klingelt der Wecker im Handy und eine Minute Später der Weckdienst um den ich gebeten hatte. In aller Ruhe fünf Minuten wach werden und anziehen. Dann geht es nach vorne in das Hauptgebäude, welches 20 Meter von meinem Zimmer entfernt ist. Dort habe ich nun eine halbe Stunde zeit zum frühstücken.

Wie soll ich um die Uhrzeit denn wohl was runter kriegen frage ich mich, während ich mir zwei kleine Stückchen Brot mit Sucuk und etwas Gurke reinzwinge.
Dann wird erst mal genüsslich der Tee ausgeschlürft und schon geht es los.
Von anderen Hotels aus der Gegend sind auch einige Leute gekommen, welche sich nun auf 4 Kleinbusse verteilen. Diese starten gegen 5.45 Uhr. Es geht zu einem etwas abgelegenem Platz, auf dem Weg dort hin sind schon die ersten Heißluftballons zu sehen die vorgeglüht werden.
Nach schon 10 Minuten Fahrt erreichen unser Bus dann auch seinen Ballon, als letztes.
Die Mitarbeiter sind gerade dabei ihn aufzublasen und startklar zu machen

Um uns herum starten bereits einige Ballons und ich merke wie die anderen Passagiere und zugegebener Weise auch ich etwas nervös werden. Keiner möchte den Sonnenaufgang verpassen und diese Ballons dürften bereits einen atemberaubenden Ausblick haben.

Doch dann ist es auch für unseren so weit. Alle man rein und die „Sicherheitseinweisung“ über sich ergehen lassen. Die besagt eigentlich nur, dass man bei der Landung in die Hocke gehen soll und alle seine Gliedmaßen im Korb lassen soll!
Dann ist es so weit und keine Minute zu früh oder zu spät.
Wir fliegen genau zur richtigen Zeit los und der aller erste Blick der sich präsentiert ist, ja was ist er?
Atemberaubend, unglaublich, unvorstellbar oder gigantisch? Mir gehen nach nun zwei Monaten schlicht weg die Superlative aus! Man kann es in Bildern kaum wiedergeben, aber seht selbst:


Da habt ihr jetzt schon mal eine kleine Auswahl meiner „Beute“ gesehen. Wenn man sich jetzt vorstellt, dass ich bei diesem Aufnahmen teilweise gut 280 Meter über dem Boden schwebe, abgefahren!
Ich habe auch ohne Ende Videomaterial, welches allerdings erst umfassend bearbeitet werden muss und anschließend für das hoch laden in HD eine schnelle Internetverbindung von Nöten sein wird.
Für einen kleinen Vorgeschmack aber habe ich einen ganz kurzen Ausschnitt, quase einen „Trailer.
Diesen versuche ich jetzt noch hoch zu laden, ist aber wirklich Unbearbeitetes Rohmaterial…
Eventuell findet ihr dies dann Morgen auf der „Video“ Seite.
Nach ca. einer Stunde fahrt im Ballon geht es dann langsam wieder zur Erde zurück. Die Landung ist super, so hatte ich doch mit mehr Gewackel und Gekippel gerechnet. Unsere Pilotin hat es offenbar drauf. Kurz zuvor war sie auch knapp vor einer Felswand wieder „hochgezogen“!
Heute sollen es um 100 Heißluftballons gewesen sein! Dem entsprchend sind zig Fahrzeuge wie die Armeisen unterwegs und warten darauf, abschätzen zu können, wo „ihr“ Ballon landen wird.

Nach der Landung darf dann auf dem Ballon rumgelaufen werden. Erst halte ich es für einen Scherz, doch dann laufe auch ich drauf rum, echt stabiles Material. Dann bin ich etwas überrascht und bin da wohl nicht der einzige. Sektempfang, Gebäck und Erdbeeren mit Schokoladenüberzug. Was ist denn hier los? Da fällt es mir wieder ein, dass ist die Taufe. Davon habe ich schon mal gehört. Wenn man das erste mal Heißluftballon gefahren ist wird das gefeiert! Man wird in den sogenannten Adelsstand der Lüfte erhoben. Eine Medaille gibt es auch noch. Schaut ihn euch an, den stolzen Luftfahrer 😛

Nach kurzer zeit ist dann auch wieder der Kleinbus da und es geht zurück zum Hotel, wo wir dann um 7.30 Uhr eintreffen.

Ja wenn das mal nicht schon ein abgefahrener Start in den Tag war?! Im Zimmer gönne ich mir eine halbe Stunde Pause bei einer Tasse Tee und schmeiß mich in meine Motorradkombi. Mein Tag scheint erst mal recht gut gefüllt zu werden, also will ich nicht viel Zeit verlieren. Ich Fahre nach Derinkuyu um mir die Unterirdische Stadt anzuschauen. 45 Minuten fahrt später bin ich schon da, fahre aber erst mal dran vorbei. Es ist noch so früh, dass hier noch nichts los ist. Aber das ist auch gut so, denn so komme ich ohne Wartezeit in die Unterirdische Stadt. Auf den letzten Metern zu Fuß dort hin werde ich mal wieder auf meine Herkunft angesprochen. Ein älterer Türke kann sehr gut Deutsch. Er hat selber eine Weile in Deutschland gearbeitet und hat dort nach wie vor Familie. Den Tee muss lehne ich vorerst ab, denn ich möchte erst in die Tiefe. Ich verspreche auf dem Rückweg auf einen Tee zu pausieren. Und dann ist es schon so weit, es geht in die Tiefe.
Ich lasse mal wieder die Bilder für sich sprechen. Wenn man sich vorstellt, dass diese unterirdische Stadt gute 400 Jahre alt ist und richtig klug durchdacht ist, verblüffend!
Es ist alles sehr eng und man muss sich oft ducken um sich nicht den Kopf zu stoßen, wie machen das denn bitte die Menschen die größer als ich sind? Da ich in der Motorradkombi unterwegs bin, halte ich den Aufenthalt etwas kürzer und bin nach einer Stunde wieder an der Oberfläche.
vermutlich könnte man da wirklich einen ganzen Tag durch turnen, sicherlich ein Paradies für Kinder!
Auf dem Weg zurück zu Kati kehre ich wie versprochen für einen Tee bei meinem Freund ein. Wieder mal wird über Gott und die Welt gesprochen, es ist aber dennoch nie langweilig! Dann geht es um meine Route in den Iran. Es sind noch Freunde von meinem Gastgeber dazu gekommen. Einer war lange LKW Fahrer und kennt die Strecken. Meine Route ist dann nach einer halben Stunde ausdiskutieren und abgewogen. Es bleibt die Strecke die ich mir schon grob überlegt hatte. Ich zeige euch diese dann nach dem absolvieren.
Jetzt geht es zurück Richtung Göreme aber erst noch eben nach Ürgüp.
Die Landschaft wird weiter abgelichtet, auch Videos kommen noch wieder einige dazu.
Wieder mal fehlen mir die Worte für diese atemberaubende Landschaft. Und was für ein Glück ich mit dem Wetter habe sagt mir ja jeder einheimische. Für diese Jahreszeit ist erstaunlich gutes und mildes Wetter! Auch ich darf ja mal einen Glücksgriff mit dem Wetter machen…
Dann merke ich bald aber auch das frühe aufstehen. Leider tun meine Schultern auch wieder mehr weh, das geht bereits seit zwei Wochen so und wird immer mehr, vermutlich weil ich die Arme beim fahren immer in der gleichen Position halte.
Außerdem trägt der kalte Fahrtwind sicherlich auch seinen Teil dazu bei.
Weil ich die nächsten Tage wieder weite Etappen geplant habe kehre ich zurück ins Hotel um mich zu schonen. Für die Zeit die ich hier in Göreme war habe ich dann aber auch echt viel gesehen, der Mobilität sei Dank! So geht der Tag nun entspannt für mich zu Ende und Morgen kann ich frisch durchstarten.
Jetzt noch eine bis zwei Informationen für euch. Die nächsten Tage kann ich nichts darüber sagen, wie es mit Internet aussehen wird. Vermutlich ab Donnerstag bin ich dann im Iran. Facebook ist da ja sowieso nicht, wie lange mein Blog für mich selber zugänglich bleiben wird oder ob dieser überhaupt unzugänglich gemacht wird, dass sehen wir dann. Auch das umgehen der Sperre ist teilweise nur noch sehr schwer möglich und ob das sinnvoll ist sei mal dahin gestellt…
Also bitte wundert euch nicht, wenn es jetzt wieder mal ein par Tage mehr dauert bis ich mich melde!
Und dann ist mir selber noch was aufgefallen, einen Hinweis dazu habe ich aber auch schon einmal bekommen. Wie ich ja schrieb ist der Blog sehr viel Arbeit und es wird beim schreiben oft sehr spät. Bitte verzeiht also auch die wirklich peinlichen Rechtschreibfehler oder wenn der Satzbau mal nicht erste Sahne sein sollte, mache ich nicht mit Absicht…
Und bevor ich es vergesse, nun habe ich ein „Gästebuch“. Oben bei den Seiten könnt ihr dies anwählen!
Bis dahin guts Nächtle
Felix

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